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Antwort von Herrn KassauIn Bezugnahme auf den Leserbrief von "ebony" sende ich Ihnen hiermit eine sicherlich erforderliche Information, die sich in zwei Bereiche gliedert. Zunächst erachte ich es als notwendig, eine kurze Stellungnahme zu diesem Leserbrief abzugeben. Darüber hinaus bin ich gern bereit, den Wunsch nach einer Fortsetzung der "Zenaida Juan-Story" zu liefern. Stellungnahme zum LeserbriefEbony hat nicht nur mit seinem Leserbrief auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch mit einem entsprechenden Beitrag in philboards. Hierbei handelt es sich übrigens um das führende Philippinen-Forum in Deutschland, das durch seine überwiegend beratende und informative Funktion auch für die Leser Ihrer Homepage interessant sein dürfte.Ebony ereifert sich in der Behauptung, ich sei nicht bereit gewesen, über den weiteren Verlauf der im 2. Quartal 2003 publizierten "Zenaida Juan-Story" zu berichten. Diese Aussage ist unwahr. Ebony hat sich zu keinem Zeitpunkt an mich persönlich gewandt und sein Anliegen vorgetragen. Stattdessen hat er dieses "alte" Thema aus dem philboards-Archiv ausgegraben und gleich in zwei verschiedenen Themenbereichen eine neue Diskussion darüber entfacht. Da ich kein philboards-Mitglied mehr bin und auch kaum noch dazu komme, die einzelnen Beiträge zu lesen, war mir die Forumsdiskussion nicht eimal bekannt. Andere philboards-Mitglieder hatten Ebony daraufhin in eigenen Beiträgen mitgeteilt, daß die Vorgänge von damals zu unserer Zufriedenheit abgeschlossen werden konnten und Zenaida Juan wegen unerlaubter "Beugung und Mißachtung philippinischer Gesetze" unverzüglich aus dem Amt entfernt wurde. Aufgrund der neuen Diskussion in philboards über meinen inzwischen fast anderthalb Jahre alten Bericht haben es just in dieser Woche andere Leser - im Gegensatz zu Ebony ! - problemlos geschafft, mich sowohl fernmündlich wie auch schriftlich zu kontakten. (* Den Interessenten habe ich den Abschluß der seinerzeitigen Ereignisse geschildert. Dies müßte Ebony auch wissen. Ansonsten wäre es kaum möglich gewesen, daß Samal in philboards über das "Happy End" informieren konnte. Von einer mangelnden Bereitschaft meinerseits kann also keine Rede sein. (* Anmerkung: es kann natürlich sein, daß sich hinter "Ebony" eine der Personen verbirgt, die mich schriftlich kontaktet und aufgrund dessen meine ausführliche Stellungnahme erhalten haben. In diesem Fall wäre es freilich angebracht gewesen, wenn Ebony seinen Leserbrief aktualisiert hätte. Fortsetzung der "Zenaida Juan-Story"Die weitere Entwicklung der unerfreulichen Geschehnisse haben seinerzeit zum Glück nicht sehr lange auf sich warten lassen. Es wird wohl April 2003 gewesen sein, als mein Bericht u.a. in philboards erschienen ist. Dadurch wurde eine lawinenartige Diskussion in Gang gesetzt. Manche Zeitgenossen gaben mir den absurden Ratschlag, gegen Zenaida Juan bzw. die LRA zu klagen. Andere wiederum empfahlen, mit der gesetzesuntreuen Vorgehensweise der LRA- Dame in die philipp. Öffentlichkeit zu gehen bzw. entscheidende Institutionen zu informieren. Genau das habe ich auch getan. Ich habe meinen Bericht ins Englische übersetzt und ihn verschiedenen Empfängern per e-mail zukommen lassen. Hierzu gehörten u.a. auch die Bürgermeister von Davao City und Samal Island. Urplötzlich ist genau das geschehen, was ich persönlich niemals für möglich gehalten habe. Auf völlig philippinen-untypische Weise hat Bürgermeister Duterte (Davao) SOFORT reagiert und die Sachlage geklärt. Möglicherweise entsprach diese überraschend positive Reaktion auch einem gewissen inneren Antrieb, der vom damals bereits eingeleiteten Wahlkampf gelenkt wurde. Wer weiß? Auf jeden Fall wurde im Verlauf weniger Tage (!) ungewöhnlich rigoros durchgegriffen und Zenaida Juan aus ihrem Amt entfernt. Darüber hinaus wurde ein weiteres Phänomen registriert, das speziell für philipp. Behörden wohl einmalig sein dürfte: meine auf Samal Island lebende Schwiegermutter wurden von der LRA schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt, daß man unserem Antrag entsprechen werde und daß ein Besuchstermin anberaumt sei. Man stelle sich das einmal vor: ein Filipino wird von einer Behörde kontaktet, was so gar nicht zu der symptomatischen Ämterarroganz auf den Philippinen paßt. Und dann gab es auch noch einen konkret festgelegten Besuchstermin. Das bedeutet: ein Behördenbesuch OHNE Wartezeit. Was für philipp. Verhältnisse als Rarität verstanden werden darf. Zu guter Letzt haben wir also unseren Eintrag erhalten - sogar mit dem niemals ernsthaft gewünschten Zusatz "verheiratet mit...". Auch die anderen Grundstücke, die wir später hinzugekauft haben, wurden genauso reibungslos unter Dach und Fach gebracht. Heute sind fast siebzehn Monate vergangen... und das Ergebnis unserer späteren Auswanderungsbemühungen kann sich sehen lassen. Auf einem ca 4.200 qm-Grundstück steht inzwischen ein sehr schönes 210 qm-Haus zuzügl. Nebengebäude mit Lagerraum, Waschküche, Werkstatt und Außentoilette. Für die nächsten Monate sind ein Office geplant (man will später ja nicht untätig sein) und ein Swimmingpool. Ich sollte wohl nicht unerwähnt lassen, daß später noch weitere behördliche Merkwürdigkeiten vorgekommen sind. So wurde das Haus beispielsweise von der Finanzbehörde auf satte 7 Millionen (!!!) Pesos taxiert - was natürlich eine höhere Steuer bewirkt hätte. Erst aufgrund sämtlicher Belege konnte meine Schwiegereltern schließlich nachweisen, daß es nicht einmal die Hälfte gekostet hat. Ähnliche Probleme bezügl. Behördenwillkür gab es auch mit der Kabelverlegung für den Stromanschluß. Da sollten wir 'mal schnell 480 m Kabel für die gesamte Straße bezahlen. Obwohl es in dieser Straße schon vorher mehrere "Ausländer"-Häuser mit Stromanschluß gab. Auch diese Situation wurde schließlich geklärt - und einige weitere korrupte Pfeifenheinis hatten das Nachsehen. Von den vielfachen willkürlich konstruierten Preiserhöhungen während des Hausbaus will ich erst gar nicht sprechen. Zurück zum Leserbrief des anonymen Herrn "Ebony". Er schreibt, daß seine Bekannte auf den Philippinen angesichts unserer niedergeschriebenen negativen Erfahrungen nun kein Geld mehr auf den Philippinen investieren bzw. nichts mehr kaufen möchte. Um ehrlich zu sein: ich teile die Besorgnis dieser Frau. Denn wer jetzt glaubt, daß Behördenwillkür und korrupte, geldgierige Beamte urplötzlich auf den Philippinen ausgemeerzt seien, nur weil eine gewisse Zenaida Juan gefeuert wurde... der befindet sich ganz gewaltig im Irrtum. Grundsätzlich hat sich nicht viel geändert. Wir hatten lediglich das spezielle Glück, daß mein Engagement zur richtigen Zeit beim richtigen Mann zu einer Reaktion geführt hat. Mit etwas weniger Glück wäre die Geschichte so ausgegangen, wie sie auf den Philippinen oftmals auszugehen pflegt: es hätte sich nichts geändert. Der massive Gesetzesbruch wäre unerschütterliche Realität geblieben. Hierbei ist dringend zu beachten, daß sich immerhin auch die Vorgesetzen der Mrs. Zenaida Juan nicht durch unseren Widerspruch beeindrucken ließen. Sogar die Hauptstelle der LRA in Manila war zu keinem Zeitpunkt zu einem Kompromiß bereit. Auch dort hatte man die Vergewaltigung eines bestehenden Gesetzes stillschwiegend geduldet. Und das, obwohl eine schriftliche Intervention des philipp. Konsuls aus Deutschland vorlag. Nachdem mein Bericht damals sowohl auf dieser Homepage als auch in philboards sowie anderen web-Seiten erschienen war, hatten sich weitere betroffene deutsch-philipp. Familien mit meiner Frau und mir in Verbindung gesetzt. Dadurch wußten wir, daß wir mit unserem Problem nicht allein da standen. Und daß es wohl kaum Aussicht auf Erfolg unserer Bemühungen nach einem völlig normalen Namenseintrag geben würde. Daß wir hinterher aufgrund der Initiative des Herrn Duterte umso überraschter waren, vermag sich gewiß jeder vorzustellen. Sven O. Kassau |
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